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Legasthenietraining ist ein Thema , das nach wie vor viele Eltern und auch Betroffene beschäftigt. Hier wollen wir kurz das Thema anreißen.

 

stifte-3Legasthenie und LRS sind nicht das Gleiche

Viele Eltern suchen uns auf, da ihre Kinder Probleme mit der deutschen Rechtschreibung, beim Lesen und Schreiben und/oder den Sprachfächern haben. Oftmals wird von besorgten Eltern nur Nachhilfe aufgesucht, welches aber bei Legasthenie nicht zum Erfolg führt. Man sollte daher unterscheiden, woher die verschiedenen Probleme kommen.


 

Legasthenie

Bei Legasthenie liegt eine angeborene, genetisch bedingte auditive, räumliche und/oder visuelle andere Sinneswahrnehmung vor, die dazu führt, dass beim Lesen und Schreiben (bzw. Lernen dieser) die Konzentration schnell nachlässt – Eltern berichten häufig, dass die Konzentration bei anderen Beschäftigungen wie beim Computerspielen oder Spielen mit Freunden gut sei – dies ist aber keinesfalls zu vergleichen. Außerdem führt die andere Sinneswahrnehmung dazu, dass sogenannte Wahrnehmungsfehler vorkommen können. Eine Legasthenie bleibt grundsätzlich bestehen, wächst sich nicht aus, kann aber durch geeignetes Training kaum noch bemerkbar sein. Typische Vorzeichen hierfür im Kindesalter können Probleme im phonologischen Bereich sein (Probleme Worte in Silben zu zerlegen, Reime zu erkennen, Anfangsbuchstaben eines Wortes zu hören etc.), Unaufmerksamkeit, Probleme beim Uhrzeiterlernen oder auch motorische Anzeichen wie beispielsweise Probleme beim Schuhebinden. Bei einer Dyskalkulie liegen ähnliche Symptome vor, nur dort auf den mathematischen Bereich beschränkt.

LRS

Bei einer LRS liegt die Ursache für die Lese-Rechtschreibprobleme ganz woanders. Diese ent-stehen, wenn ein Kind z.B. aus dem Ausland zuzieht und Deutsch gerade erlernt oder durch Krankheit lange im Krankenhaus lag und daher nicht zur Schule ging. Auch typisch wären Ereignisse wie Schulwechsel, Trennung der Eltern, Zeitmangel, falsche Schulform fürs Kind, familiärer Todesfall, psychische Belastungssituationen o.Ä. Generell sind die Probleme hier erworben, beschränken sich nur auf den Bereich der Rechtschreibregeln und können im Vergleich zur Legasthenie recht schnell wieder behoben werden.

 


schreiben2Nachhilfe oder Legasthenie – Lerntherapie in der Wedemark ?

Da auch in der Wedemark viel Nachhilfe angeboten wird, ist es für Eltern essentiell wichtig zu wissen, wann Nachhilfe für das Kind ausreichend ist oder doch lieber Legasthenietraining in Anspruch  genommen werden sollte.

 


Nachhilfe bei LRS

Nachhilfe ist dann angebracht, wenn eine Legasthenie ausgeschlossen ist und die Probleme mit dem Lesen und Schreiben erworben sind. Dann ist es auch ausreichend, wenn nur an an den Symptomen – also der Rechtschreibung und Regeln – gearbeitet wird.

Dies ist bei Legasthenie nicht der Fall. Hier müssen die anderen Problembereiche mit einbezogen werden, da die Hilfe ansonsten leider gar nicht oder nur sehr geringfügig anschlägt.

Legasthenietraining (Lerntherapie) geht individuell auf Probleme ein

Legastheniker zeigen individuelle Probleme, auf die in der klassischen Nachhilfe nicht eingegangen wird. Aufgrund der beschriebenen Konzentrationsprobleme sind sie nur erschwert in der Lage, Stoff aus der Orthographie wie z.B. bestimmte Rechtschreibregeln zu erlernen. Auch durch Wahrnehmungsfehler werden Worte oftmals falsch geschrieben, unabhängig von der Beherrschung der Rechtschreibregeln. Daher muss vor der Arbeit an der eigentlichen Rechtschreibung die Konzentration gefördert und die Wahrnehmung in den betroffenen Sinneswahrnehmungsbereichen geschult werden.